Lassen Sie sich leiten

10 Jahre - historisch betrachtet ist dies eine kurze Zeitspanne. Jedoch ist nicht nur die Anzahl der Jahre von Bedeutung, sondern wie diese Zeit gefüllt ist. So gesehen waren die vergangenen 10 Jahre für den ambulanten Hospizdienst in Pforzheim eine bewegte und entwicklungsreiche Zeit.

10 Jahre Hospiz-Leben - dafür soll uns der Baum als ein Symbol des Lebens durch dieses Jubiläum und diese Festschrift begleiten.

Ein Baum - an einen bestimmten Ort gepflanzt, Wurzeln schlagend, wachsend, Äste treibend und Früchte tragend, der Witterung und anderen äußeren Bedingungen ausgesetzt. All dies sind Merkmale dieser hospizlichen Entwicklungsgeschichte.

Ein Baum - er ist verzweigt, ein Teil kann ohne das andere nicht leben. So auch lebt Hospiz von Kooperation, gegenseitigem Vertrauen, Getragensein, Toleranz zwischen den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch mit den Kooperationspartnern wie Pflegedienste Ärzteschaft, Institutionen, Seelsorgerinnen und Seelsorgern.

Die Früchte - sie sind die Begegnungen mit dem erkrankten Menschen und den Angehörigen: die Gespräche, das Da-Sein, personale Präsenz. Vielleicht den Weg zum Sterben hin begleitend, für die Angehörigen über den Zeitpunkt des Todes hinweg.

Aus der Verwurzelung der Hospizbewegung entspringen drei Hauptverzweigungen:
der Ast der Krankheits- und Sterbebegleitung,
der Ast der Begleitung im unmittelbaren Sterbeprozess,
der Ast der Trauerbegleitung.

Alle drei gehören zum Grundauftrag der Hospizbewegung. Die Verwurzelung - sie ist das spirituelle Fundament in seiner ganzen Vielfalt.

Ein Baum - Symbol des Lebens und der Lebendigkeit. Dies verkörpert sich im Engagement von Menschen, die sich mit Herz und Verstand diesem Anliegen mit einem großen Teil ihrer Kraft und ihrer Zeit widmen. Das ist die Kraft, die sich durch alle Stämme, Äste, Blätter, Früchte und Wurzeln zieht.

Ich lade Sie ein, sich durch das Lesen der Beiträge auf die Lebendigkeit, die aus den unterschiedlichen Erfahrungen sprechen, inspirieren und bereichern zu lassen, und ich danke allen, die durch ihren Artikel dies ermöglicht haben.

Dem ambulanten Hospizdienst wünsche ich weiterhin ein gutes Gedeihen, Blühen und Wachsen.

Regina Mandel, 1. Vorsitzende     Regina Mandel


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Gerhard Kühlmann
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