Hand

Nachgefragt - Gedanken einer Begleiterin

Aufgrund eigener persönlicher Erfahrungen mit dem Sterben meiner Mutter nahm ich im Jahre 1996/97 die Möglichkeit wahr, an der ersten Ausbildung für ehrenamtliche Hospizhelfer in Pforzheim teilzunehmen.

Seit nun 8 Jahren bin ich als Mitarbeiterin im Ambulanten Hospizdienst aktiv tätig.

Meine erste Begleitung galt einem alten Menschen in einem Pflegeheim. Ich versuchte vorsichtig und behutsam Kontakt aufzunehmen und mit der Zeit entstand ein großes Vertrauensverhältnis.

Bei jeder neuen Begleitung war die Situation völlig anders, und ich lernte mit der Zeit, dass jeder Mensch ganz eigene individuelle Bedürfnisse und Erwartungen an mich hatte. Oft konnte ich nicht mehr einbringen als "da zusein", "zu zuhören" und "mit auszuhalten".

Nie empfand ich mich nur als Gebende, sondern habe Vertrauen, Dankbarkeit, ein Lächeln oder einen Händedruck zurück erhalten. Oft waren die Begleitungen nicht nur durch Leid und Trauer geprägt.

Es war auch Lebensfreude und Fröhlichkeit möglich. Die mir anvertrauten Menschen waren nicht nur sterbend und schwer krank, sondern es gab auch Trauernde, die einen Partner oder Elternteil durch Tod verloren haben, mit denen ich einen kleinen Lebensabschnitt mit gegangen bin.

Alle Personen, die ich für kürzere oder längere Zeit betreuen durfte, habe ich in lieber Erinnerung behalten. Ich bin dankbar, dass ich mich für diese Art von ehrenamtlichen Engagement einbringen darf.

Monika Irmscher
Begleiterin    


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