Nachgefragt
Eindrücke einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin

Mein Weg zur Hospizhelferin

Auf den ambulanten Hospizdienst Pforzheim wurde ich durch seine Öffentlichkeitsarbeit im kommunalen Kino sowie einen Vortrag im PZ-Forum mit Herrn Bayer aufmerksam. Ich informierte mich über die Arbeit des Hospizdienstes und im Gespräch mit Dr. Metzger wurde mein Interesse weiter geweckt. Im September 2003 fand eine Informationsveranstaltung statt, in der detailliert die Ausbildung und das Tätigkeitsfeld im Hospizdienst dargestellt wurden. Mein Entschluss "Da machst du mit!" stand schnell fest, nachdem ich einige "Ehrenamtliche" und Hermann J. Bayer, der zusammen mit Martina Hermann-Schick unsere Schulung leiten sollte, näher kennen gelernt hatte.

Die Grundidee des Hospizdienstes, für andere Menschen einfach da zu sein und ihnen Zeit und Zuwendung zu schenken, hat mich unmittelbar angesprochen. Es entspricht meiner tiefen Überzeugung, dass wir nicht nur fragen, was andere für uns tun, sondern dass wir uns auch selbst fragen, was wir für andere tun können.

Unsere Ausbildung (4. Schulungsgruppe des Vereins) ging über knapp ein Jahr und bestand aus 2 Teilen: In 10 Abendkursen sowie 2 Wochenend-Seminaren wurden die theoretische Grundlagen gelegt, die sich dann in einem 3 monatigen Praktikum im Altenpflegeheim "Schauinsland" verfestigte, wo ich 2 nette alte Damen betreue.

Am 26. Juli 2004 bekam ich mit 8 weiteren Kursteilnehmerinnen feierlich mein Zertifikat überreicht. Kurz darauf folgten die ersten Einsätze in enger Zusammenarbeit mit 2 anderen Absolventinnen meines Kurses. Leider waren diese nur von sehr kurzer Dauer. Seit ende letzten Jahres habe ich meinen ersten längeren Einsatz. Diese Begleitung ist geprägt von tiefem Vertrauen und großer Sympathie; ich hoffe, dass diese Beziehung noch lange währen darf. Hier zeigt sich nicht zuletzt das gute Händchen der Einsatzleitung bei der Zuordnung der Begleitungen.

Das große Zusammengehörigkeitsgefühl wird bei den regelmäßigen gemeinsamen Einsatzgruppentreffen deutlich; niemand ist allein, über alles kann gesprochen werden und darüber hinaus gibt es in Supervisionsgruppen die Möglichkeit, hilfreiche Unterstützung zu finden. Aus diesen Gründen bin ich froh, diese Entscheidung getroffen zu haben; unsere Arbeit ist für mich eine große Bereicherung und gibt mir ein hohes Maß an Zufriedenheit und innerer Ausgeglichenheit.

Claudia Mahler-Kufahl

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